Liveticker Iran-Krieg – VAE: Raketen aus Iran abgefangen

4.05.2026 21:22 Uhr
21:22 Uhr
Iran: Kein Angriff auf die Vereinigten Emirate
Die Vereinigten Arabischen Emirate erklärten, es habe einen iranischen Angriff mit Drohnen und Raketen gegeben, bei dem auch ein Brand in den Erdölanlagen in Fujairah ausgebrochen sei. Ein Großteil der Drohnen sei von einem israelischen Luftabwehrsystem abgefangen worden.
Bei den Angriffen seien drei indische Arbeitskräfte verletzt worden. Das Außenministerium der Emirate bezeichnete dies als "gefährliche Eskalation" und erklärte, man behalte sich das "volle und legitime Recht" vor, auf die Angriffe zu reagieren.
Die Schulen in den Emiraten kehren wieder zum Fernunterricht zurück, wie bereits vor dem Waffenstillstand. Auch der Golfkooperationsrat verurteilte die Angriffe.
Iran erklärte jedoch auch in diesem Fall, keinen Angriff durchgeführt zu haben. Gegenüber dem iranischen Staatssender IRIB sagte ein führender Offizier: "Iran hat keine Pläne, die Emirate ins Visier zu nehmen."
Damit bleibt weiterhin völlig unklar, ob etwas geschehen ist – und wenn ja, was.
21:00 Uhr
USA und Golfstaaten arbeiten an neuer Sicherheitsratsresolution
Der UN-Botschafter der Vereinigten Staaten, Mike Waltz, erklärte, die USA arbeiteten gemeinsam mit den Golfstaaten an einem neuen Entwurf für eine Resolution des UN-Sicherheitsrats. Diese werde Iran für die Sperrung der Straße von Hormus als Reaktion auf die US-israelischen Angriffe verurteilen, sagte er.
Der Entwurf werde Iran voraussichtlich auffordern, Angriffe auf Schiffe, Versuche, Durchfahrtgebühren zu erheben, sowie die Platzierung von Minen zu unterlassen.
Der Resolutionsentwurf richte sich laut Waltz vor allem gegen "das Verminen internationaler Wasserstraßen und die Erhebung von Gebühren, von denen alle Volkswirtschaften der Welt betroffen sind, insbesondere jene in Asien".
Ein anderer Resolutionsentwurf, der ebenfalls vor allem Iran verurteilen sollte, scheiterte im vergangenen Monat am Veto Russlands und Chinas. Es ist kaum vorstellbar, dass dieser Entwurf ein anderes Schicksal nehmen wird.
Iran argumentiert in diesem Zusammenhang damit, dass es die UN-Seerechtskonvention nie unterzeichnet habe. Wird diese nicht angewendet, grenzen bei einer Breite von 24 Seemeilen zwei Hoheitsgebiete unmittelbar aneinander. Eine freie Durchfahrt ist in diesem Fall nur unter Berufung auf Gewohnheitsrecht möglich.
20:15 Uhr
Trump bei Fox News: Iran wird "vom Angesicht der Erde gefegt"
Die Drohung hatte US-Präsident Donald Trump zuvor bereits geäußert, inzwischen wiederholte er sie in einem Interview mit Fox News: "Iran wird 'vom Angesicht der Erde gefegt', wenn er US-Schiffe angreift, die das Projekt Freiheit ausführen."
Es würden weiterhin US-Truppen in der Region gesammelt. "Wir haben mehr Waffen und Munition und von besserer Qualität, als wir vorher hatten", erklärte er. "Wir haben all diese Stützpunkte überall in der Welt. Sie alle sind voller Ausrüstung."
In einer Nachricht auf Truth Social forderte er Südkorea auf, sich dem "Projekt Freiheit" anzuschließen, und erklärte: "Wir haben sieben kleine Boote, oder, wie sie sie gern nennen, 'schnelle' Boote, versenkt. Das ist alles, was sie noch hatten."
Er kündigte für morgen Vormittag eine Pressekonferenz mit Verteidigungsminister Pete Hegseth und dem Vorsitzenden der Vereinigten Stabschefs, Dan Caine, an.
19:39 Uhr
UKMTO bestätigt Treffer auf Tanker
Die maritime Handelsorganisation Großbritanniens (UKMTO), die weltweit Warnungen für den Schiffsverkehr veröffentlicht, bestätigte, dass ein Tanker sieben Seemeilen nördlich von Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten von Projektilen getroffen worden sei.
Ein Frachtschiff 36 Seemeilen nördlich von Dubai habe zudem einen Brand in seinem Maschinenraum gemeldet, dessen Ursache jedoch unklar sei. Auf einem weiteren Schiff, 14 Seemeilen westlich von Mina Saqr, sei es ebenfalls zu einem Brand unbekannter Ursache gekommen.
19:15 Uhr
Hormus: Gefecht der Worte oder Gefecht mit Waffen?
Nachdem iranische Stellen heute erklärt hatten, man habe einen US-Zerstörer – wenn auch als Warnschuss – unter Raketenfeuer genommen, was von den USA bestritten wurde, erklärte nun die US-Seite, zwei Handelsschiffe unter US-Flagge hätten die Straße von Hormus durchquert. Dies wurde wiederum von iranischer Seite bestritten.
U.S. Navy guided-missile destroyers are currently operating in the Arabian Gulf after transiting the Strait of Hormuz in support of Project Freedom. American forces are actively assisting efforts to restore transit for commercial shipping. As a first step, 2 U.S.-flagged merchant… pic.twitter.com/SVDxDhK72I
— U.S. Central Command (@CENTCOM) May 4, 2026Gleichzeitig erklärte das US-CENTCOM, man habe sechs iranische Schnellboote zerstört. Beide Seiten gaben damit an, heute aufeinander gefeuert zu haben.
Währenddessen befindet sich Admiral Brad Cooper, der Kommandeur des US-CENTCOM, zu Besuch auf der USS Tripoli, einem von zwei Landungsschiffen, die in die Golfregion verlegt worden waren. Zuvor soll er die Region vor und in der Straße von Hormus mit einem Hubschrauber überflogen haben.
Brad CooperSenior Chief Petty Officer Amanda Dunford 17:25 Uhr
VAE: Raketen aus Iran abgefangen
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums der VAE wurden vier Raketen aus Iran abgefeuert, von denen drei abgefangen wurden und eine ins Meer stürzte.
Die Nationale Behörde für Notfall-, Krisen- und Katastrophenmanagement der VAE hatte zuvor eine Warnung herausgegeben, dass ihre Luftabwehrsysteme auf eine Raketenbedrohung reagieren würden.
Dies folgt auf eine ähnliche Warnung vor etwa drei Stunden ‒ die erste ihrer Art seit Inkrafttreten des Waffenstillstands zwischen den USA und Iran.
17:10 Uhr
Israel droht sechs weiteren libanesischen Ortschaften mit Zwangsräumung
Das israelische Militär hat angekündigt, Angriffe auf die libanesischen Ortschaften Nabatieh al-Fawqa, Mayfadoun, Qalaouiyeh, Burj Qalaouiyeh, al-Majadel und Srifa durchzuführen, und deren Bewohner aufgefordert, diese unverzüglich zu verlassen.
In einer Erklärung forderte der Sprecher der israelischen Armee alle Bewohner dieser Dörfer auf, sich in offene Gebiete zu begeben, die mindestens 1.000 Meter entfernt sind.
Der libanesische Ministerpräsident Salam erklärte kurz zuvor, dass das auch von Washington forcierte Waffenstillstandsabkommen noch nicht vollständig umgesetzt worden sei, da die Kämpfe zwischen der Hisbollah und Israel im Süden des Landes weitergehen.
16:40 Uhr
Explosion und Brand auf südkoreanischem Schiff in der Straße von Hormus
Ein Sprecher der südkoreanischen Reederei HMM teilte Reuters mit, dass im Maschinenraum eines Massengutfrachters am Montag ein Brand gemeldet wurde und die Ursache derzeit untersucht wird.
Auch das südkoreanische Außenministerium berichtete von einer Explosion und einem Brand auf dem Schiff, auf dem sich zum Zeitpunkt des Vorfalls 24 Besatzungsmitglieder befanden – 18 Ausländer und sechs Südkoreaner.16:00 Uhr
US-Finanzminister fordert China auf, Iran zur Öffnung der Meerenge zu drängen
US-Finanzminister Scott Bessent erklärt, die USA würden beobachten, ob China diplomatische Bemühungen unternimmt, um Iran zur Öffnung der Straße von Hormus zu drängen.
15:05 Uhr
Ölpreis wieder über 100 US-Dollar – Dax gibt Gewinne ab
Die Ölpreise haben am Montag deutlich zugelegt und Verluste der Vorwoche teilweise wettgemacht. Brent stieg um 1,1 Prozent auf 109,39 US-Dollar je Barrel, die US-Sorte WTI legte um ein Prozent auf 102,94 US-Dollar zu, berichtet Reuters. Am Freitag hatten beide Sorten noch mehrere Dollar verloren.
Der deutsche Leitindex DAX, der zunächst freundlich in den neuen Börsenmonat Mai gestartet war, drehte zeitweise deutlich ins Minus. Am Nachmittag stand noch ein moderater Verlust von 0,10 Prozent auf 24.268 Punkte zu Buche.
Händler sahen den wichtigsten Grund in der weiter angespannten Lage im Golf. Ein greifbares Abkommen zwischen den USA und Iran war nicht in Sicht, während die Risiken für den Transport von Öl aus der Region zunahmen.
Iranische Nachrichtenagenturen mit Verbindung zu den Revolutionsgarden des Landes hatten darüber hinaus am Montag zunächst über einen Raketenangriff auf ein US-Kriegsschiff berichtet. Die USA dementierten allerdings kurz danach, dass ein US-Schiff getroffen worden sei.
Iran hatte nach der Verkündung des Beginns einer neuen US-Initiative, die die für den globalen Öltransport so wichtige Meerenge von Hormus für die Schifffahrt freimachen soll, mehrere Warnungen ausgesprochen. Schiffe, die ohne Absprache mit Iran die Straße von Hormus befahren, könnten angegriffen werden, hieß es.
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