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Liveticker Ukraine-Krieg – Bericht: Putin erklärt den USA einen Wirtschaftskrieg

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Bericht: Putin erklärt den USA einen WirtschaftskriegQuelle: Sputnik © RIA Nowosti / Alexei Nikolskij
  • 16.06.2024 21:00 Uhr

    21:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 20:54 Uhr

    Militärärzte entfernen Blindgänger aus dem Körper eines verwundeten russischen Kämpfers

    Ein führender Chirurg der Militärgruppe Sapad berichtete der Nachrichtenagentur RIA Nowosti, dass russische Militärmediziner einen nicht explodierten Munitionskörper aus dem Körper eines verwundeten Soldaten entfernt hätten. Die Granate sei aus dem Oberschenkel des Kämpfers herausgezogen worden. Bei der Operation trugen die Mediziner Schutzwesten und Helme. Der Arzt sagte:

    "Die nicht explodierte Munition wurde aus dem Oberschenkel entfernt. Und nachdem die Pioniere den Operationssaal untersucht hatten, legten wir unsere Schutzwesten und Helme an und stellten fest, dass die Granate genau auf Höhe der Oberschenkelschlagader steckte. Die Gefäßchirurgen und ich begannen mit der Operation, wir untersuchten und isolierten die Oberschenkelarterie, um massive Blutungen zu vermeiden, und entfernten langsam die Granate. Gott sei Dank ist alles gut gelaufen, und alles ist nun in Ordnung."

  • 20:35 Uhr

    Medien: Ukrainer zerstören Wohnhaus in Schebekino mit französischer Fliegerbombe

    Bei dem kürzlichen Angriff auf die russische Stadt Schebekino in der Region Belgorod haben die ukrainischen Streitkräfte eine französische Fliegerbombe vom Typ AASMNAMMER eingesetzt. Das berichtet der Telegram-Kanal Shot unter Berufung auf eine eigene Quelle. Durch diesen Angriff auf ein friedliches Stadtviertel stürzte ein Teil eines Wohnhauses ein, fünf Zivilisten wurden getötet, sechs – verletzt.

    Bei der AASM NAMMER handelt es sich um eine französische Luft-Boden-Lenkbombe, die mit einem am Bug montierten Lenksystem, einem Feststofftriebwerk und Flügeln ausgestattet ist, so Shot weiter.

  • 20:18 Uhr

    Russischer Kämpfer berichtet von Mobilmachung ukrainischer Truppen nahe Orechowo

    Der Kommandeur einer Artillerieeinheit aus Donezk mit dem Rufnamen Des erklärte gegenüber dem RT-Militärkorrespondenten Ilja Wasjunin, dass ukrainische Einheiten in letzter Zeit verstärkt in Richtung Orechowo aktiv geworden seien. Der Armeeangehörige führte aus:

    "Jetzt sind sie etwas aktiver geworden, es ist wieder Streumunition im Gebrauch, die es lange Zeit nicht gab. Wahrscheinlich sind wieder HIMARS geliefert worden."

  • 20:07 Uhr

    Norwegen stellt der Ukraine für den Energiebereich etwa 100 Millionen Euro zur Verfügung

    Die norwegische Regierung teilte mit, dass das Land der Ukraine rund 100 Millionen Euro zur Verfügung stellen wird, um die kritische Energieinfrastruktur des Landes zu unterstützen. Dabei sollen rund 11 Millionen Euro für die Wiederherstellung des Energiesektors in dem Gebiet Charkow verwendet werden. In einer Erklärung auf der Website der norwegischen Regierung heißt es:

    "Norwegen stellt nun zusätzliche 1,1 Milliarden norwegische Kronen zur Verfügung, um die Ukraine beim Wiederaufbau ihrer Energieinfrastruktur zu unterstützen. Norwegen wird einen engen Dialog mit der Ukraine über die Verwendung der Mittel führen."

  • 19:32 Uhr

    Politico: Bevölkerung des Westens will nicht in einen Krieg mit Russland ziehen

    Die westliche Jugend ist nicht bereit, sich für einen NATO-Krieg zu opfern, schreibt der Autor eines Artikels für das US-Magazin Politico. Wie Umfragen gezeigt haben, will die Mehrheit nicht nur die NATO-Verbündeten, sondern auch sich selbst nicht verteidigen. Politico schreibt:

    "Wie eine im vergangenen Jahr vom Europäischen Rat für Auswärtige Beziehungen in einem Dutzend EU-Ländern durchgeführte Umfrage zeigte, äußerten die Befragten in nur drei Ländern – Polen, Portugal und Schweden – den eindeutigen Wunsch, der Ukraine bei der Befreiung von Gebieten zu helfen, die von Russland unter seine Kontrolle gebracht worden sind. Weitere fünf Länder – Österreich, Griechenland, Ungarn, Italien und Rumänien – sprachen sich weitgehend dafür aus, Kiew zu einer friedlichen Lösung zu drängen. In Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Spanien war die Meinung der Befragten geteilt."

    Die Daten aus sozialen Umfragen in den USA und im Vereinigten Königreich sind ebenfalls enttäuschend es zeigt sich, dass die heutigen Generationen ihren politischen Eliten nicht folgen wollen, die sie davon zu überzeugen versuchen, dass ein großer Krieg die ganze Welt verschlingen wird und sie in den Krieg ziehen müssen. Die Autoren des Magazins bemühen sich um eine Analyse:

    "Dieser Mangel an Patriotismus lässt sich mit verschiedenen Faktoren erklären. Dazu gehören ein wachsendes Misstrauen gegenüber heuchlerischen Machthabern, ein Überdruss und eine Abscheu vor unvertretbaren 'immerwährenden Kriegen', die in einer Niederlage enden (im Falle der USA die bleibenden Auswirkungen von Vietnam), und ein allgemeiner Verlust des Glaubens an die westlichen Werte."

  • 18:47 Uhr

    Putin: Wir sind dem Punkt gefährlich nahe, von dem es kein Zurück mehr gibt

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Freitag bei einem Treffen mit hochrangigen Vertretern des Außenministeriums in Moskau gewarnt, dass Forderungen des Westens, Russland im Konflikt mit der Ukraine zu besiegen, entweder gefährlich unverantwortlich oder arrogant seien.

    "Wir sind dem Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt, unannehmbar nahegekommen. Rufe nach einer strategischen Niederlage Russlands, das über das größte Atomwaffenarsenal verfügt, zeigen den extremen Wagemut der westlichen Politiker", sagte Putin.

    Entweder, so der russische Präsident, begreifen sie nicht das Ausmaß der Bedrohung, die sie selbst verursachen," oder sie sind einfach besessen von dem Glauben an ihre eigene Straffreiheit und ihren eigenen Ausnahmestatus".

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 18:26 Uhr

    Bericht: Russland überholt erstmals seit zwei Jahren die USA als Europas größter Gaslieferant

    Wie die Zeitung Financial Times unter Berufung auf das Beratungsunternehmen ICIS berichtet, übertraf die Menge der russischen Gaslieferungen nach Europa im Mai zum ersten Mal seit fast zwei Jahren die der Gasexporte aus den USA. Und das, nachdem die USA im September des Jahres 2022 Russland als wichtigsten Gaslieferanten für Europa abgelöst hatten. Die Gesamtmenge der russischen Gaslieferungen über Pipelines und die von Flüssigerdgas (LNG) auf dem Seeweg machte im Mai laut ICIS 15 Prozent aller Lieferungen in die EU, das Vereinigte Königreich, die Schweiz, Serbien, Nordmazedonien sowie Bosnien und Herzegowina aus. LNG aus den USA machte im vergangenen Monat 14 Prozent aller europäischen Gasimporte aus, der niedrigste Wert seit August des Jahres 2022. In einem Gespräch mit der Zeitung beklagte Tom Marzec-Manser, Leiter der Gasmarktanalyse bei ICIS:

    "Es ist erstaunlich zu sehen, dass der Anteil von russischem Gas am europäischen Markt steigt, nach allem, was wir durchgemacht haben, und nach all den Bemühungen, die Importe aus Russland zu reduzieren und die Risiken bei der Energieversorgung zu mindern."

  • 17:43 Uhr

    Ukraine-Gipfel: Einige Länder unterzeichnen das Abschlusskommuniqué nicht

    Einige Länder, darunter auch BRICS-Mitglieder, haben sich geweigert, ein gemeinsames Kommuniqué über die Ergebnisse der Ukraine-Konferenz in der Schweiz zu unterzeichnen, berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Die Agentur schreibt:

    "Die Organisatoren der Veranstaltung haben auf den Bildschirmen des Pressezentrums in Bürgenstock eine Liste der Staaten gezeigt, die die Abschlusserklärung unterzeichnet haben. Daraus geht hervor, dass 79 der 91 anwesenden Länder das Dokument unterzeichnet haben. Unter denen, die sich weigerten, waren die BRICS-Mitglieder Brasilien, Indien, Südafrika und die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Armenien, Bahrain, die Vatikanstadt, Indonesien, Libyen, Mexiko, Saudi-Arabien, die Slowakei und Thailand."

    Der Text des Kommuniqués enthält unter anderem die Forderung, die Kontrolle über das AKW Saporoschje an die Ukraine zu übertragen, alle Kriegsgefangenen beider Seiten freizulassen, den Zugang zu den Häfen im Schwarzen Meer und im Asowschen Meer zu gewährleisten und alle "deportierten und illegal vertriebenen Kinder" und andere "illegal festgehaltene" Zivilisten in die Ukraine zurückzubringen, so die Agentur weiter.

  • 17:04 Uhr

    Medienbericht: Putin erklärt den Vereinigten Staaten einen Wirtschaftskrieg

    Präsident Putin nimmt den schwächsten Teil der US-Wirtschaft ins Visier – ein weltweites Überangebot an US-Dollar, schreibt die ungarische Zeitschrift The European Conservative. Die BRICS-Länder arbeiten daran, eine Alternative zur US-Währung zu schaffen, die nicht von westlichen Sanktionen betroffen ist. Die Folgen dieses Schrittes für die US-Wirtschaft könnten katastrophal sein. Die BRICS-Kernländer – Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – arbeiten bereits seit einiger Zeit an der Schaffung einer Alternative zum US-Dollar, erklären die Autoren der Zeitschrift. Und da neue bilaterale Handelsabkommen auf Nicht-Dollar-Basis abgeschlossen werden und Saudi-Arabien bei seinen Ölexporten konsequent auf den Petrodollar verzichtet hat, gibt es eine konzertierte und multilaterale Bewegung, um den US-Dollar aus dem Welthandel zu verbannen, schreibt das Magazin:

    "Die großangelegte Entdollarisierung der BRICS-Finanzsysteme wird den US-Dollar (wiederum über die Zentralbanken) in solchen Mengen in den Weltmarkt abfließen lassen, dass die Folgen für die US-Wirtschaft nur schwer vorhersehbar sind. Durch die konsequente und zielgerichtete Umsetzung des Entdollarisierungsplans werden Russland und die BRICS den USA schweren wirtschaftlichen Schaden zufügen."

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.