
Berlin: 13 Verletzte nach Hochhausbrand im 11. Stock – Drehleiter der Feuerwehr war zu kurz

In der Hauptstadt ergab sich am Freitagmorgen ein dramtischer Feuerwehreinsatz im Bezirk Friedrichshain. Nach Ankunft der alarmierten Rettungskräfte mussten die Feuerwehrleute realisieren, dass die Drehleiter nicht bis an das betroffene Stockwerk heranreichte. Laut Medienberichten saß eine Bewohnerin des 18-stöckigen Hochauses bereits bei Eintreffen der Feuerwehrkräfte "schon auf dem Fensterbrett, hinter ihr schwarzer Rauch, so der Sprecher gegenüber der DPA-Agentur.
Die Feuerwehr war um 6.27 Uhr alarmiert worden. Zu dem Ereignis heißt es im Rahmen einer Pressemitteilung:
"Heute Morgen wurden wir zu einem Brand in einem 18-geschossigen Wohnhochhaus in die Straße der Pariser Kommune alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand eine Wohnung im 11. Obergeschoss bereits im Vollbrand. Flammen schlugen aus mehreren Fenstern, dichter Rauch breitete sich über die Gebäudefassade aus. Im weiteren Einsatzverlauf kam es zu einem Brandüberschlag auf die darüberliegende Wohnung im 12. Obergeschoss."
Brand in einem Wohnhochhaus in Friedrichshain https://t.co/iXSsmttHpkpic.twitter.com/4ONkjwGqRW
— Berliner Feuerwehr (@Berliner_Fw) August 14, 2026

Die beiden Wohnungen standen demnach laut Situation vor Ort zeitweise "in voller Ausdehnung in Brand". Diverse weitere Wohnungen waren zudem für die Bewohner durch die sich stark ausbreitende Rauchentwicklung zusätzlich betroffen. Die Feuerwehr teilte weiter mit:
"Besonders herausfordernd waren für uns die Höhe der Einsatzstelle, das Ausmaß des Brandes, die umfangreiche Rauchausbreitung innerhalb des Gebäudes sowie die hohe Anzahl an Betroffenen. Dies machte den Einsatz besonders kräftezehrend und personalintensiv."
So waren final an dem Einsatz insgesamt rund 160 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst vor Ort.
Die Gesamtsituation entwickelte sich so dynamisch, dass "von insgesamt 115 Betroffenen 25 Personen in Sicherheit gebracht werden mussten". Die Rettungsmaßnahmen erfolgten laut den Feuerwehrangaben überwiegend mithilfe von Brandfluchthauben , Kopfbedeckungen, die vor Flammen und Rauch schützen sollen sowie "über den Treppenraum, in einzelnen Fällen aber auch über eine Drehleiter".
Der RBB berichtet über die herausfordernde Situation, dass die Drehleiter nicht bis in den elften Stock, sondern nur etwa bis in den neunten Stock reichte, daher musste die Bewohnerin vom Fensterrand "in den etwa ein bis zwei Quadratmeter großen Drehleiterkorb springen". Dort sei die Frau von Feuerwehrleuten aufgefangen worden. "Das war wirklich auf Messers Schneide", so der Feuerwehrsprecher gegenüber dem Sender.

Der Brand ist mittlerweile gelöscht. Im Anschluss erfolgten noch umfangreiche "Kontroll- und Nachlöscharbeiten" sowie die weitere Versorgung und Betreuung der betroffenen Bewohner. Zudem würde noch die maschinelle Belüftung des Gebäudes andauern.
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